Leitbild der "Waldschule Klövensteen"

Identität und Ziele

Die außerschulische Bildungseinrichtung „Waldschule Klövensteen“, welche im Mai 2008 gegründet wurde, hat sich folgendes zur Aufgabe gemacht:

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung mit hohem Qualitätsanspruch für Schüler jeder Altersstufe anzubieten, die sich jede Schulklasse so oft wie sie möchte – leisten kann.
  • Menschen an einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur heranzuführen. Um dies zu erreichen, wird nachhaltiges Denken und Handeln gefördert, indem die Möglichkeiten zum Erwerb von Gestaltungskompetenz, d.h. von Sach-und Methodenkompetenz, Sozial- und Selbstkompetenz geschaffen werden. (siehe pädagogisches Konzept der Waldschule).
  • Ein authentisches Naturbild zu vermitteln, in welchem der Mensch sowie die nachhaltige Nutzung von Naturressourcen seinen Platz finden.
  • Die Entwicklung einer emotional positiven Naturbeziehung zu fördern.

Unser spezielles Angebot können wir dank der vollständigen Förderung des Waldschulbetriebes durch den „Förderverein Klövensteen“ ermöglichen.

Pädagogisches Konzept der „Waldschule Klövensteen“

Die Konzeption der Bildung für nachhaltige Entwicklung wird in der Waldschularbeit durch Methoden der Interaktionspädagogik oder/und der Naturpädagogik nach KALFF bzw. CORNELL ergänzt. Diese drei Bildungskonzepte werden in Abhängigkeit vom Alter kombiniert: Mit Hilfe naturpädagogischer Methoden von KALFF und CORNELL wird Wissen über die Natur mit sinnlichen, meditativen, ästhetischen und spielerischen Erlebnissen verbunden (KALFF, 2001). Diese Annäherung an die Natur ermöglicht den oft naturfernen Stadtkindern, eine emotional positive Naturbeziehung zu entwickeln.

Auf der Naturverbindung aufbauend werden Spiele aus dem Feld der Interaktionspädagogik herangezogen, bei denen die Schüler spielerisch Elemente von komplexen Zusammenhängen erfahren.

Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, die Kinder und Jugendlichen zum Überdenken ihres einseitigen Naturbildes anzuregen. Dieses beschränkt sich nach Studien des Natursoziologen RAINER BRÄMER auf die Natur als schutzwürdiges Gut – verglichen mit einem Rehkitz –, während die Nutzung von Naturressourcen vollständig ausgeblendet wird (BRÄMER, 2002). Durch das Vorleben eines realistischen Naturbildes, die Wissensvermittlung über nachhaltige Nutzung und die Förderung von Fähigkeiten, die für einen nachhaltigen Lebensstil relevant sind, unterstützt die Waldschule den Erwerb von Gestaltungskompetenz im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung: Die Schüler entwickeln die nötigen Kompetenzen, um unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten, sodass sie ökologisch verträglich, wirtschaftlich leistungsfähig und sozial gerecht wird.

Mehr Informationen dazu sind unter dem Punkt "Pädagogisches Konzept" zu finden.

 

Qualitätssicherung

Die „Waldschule Klövensteen“ wurde in den Jahren 2009 und 2010 sowie 2012 als offizielles Dekade-Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Damit werden ihr herausragendes Engagement in der Bildung für nachhaltige Entwicklung und ein Vorbildcharakter für die Integration des Nachhaltigkeitsgedanken in die Bildung sowie eine ständige qualitätsorientierte Weiterentwicklung bescheinigt.

Auf der Ebene des Personals bilden sehr gute Ausbildung sowie regelmäßige Weiterbildungen die Grundlage des gemeinsamen Erfolges.

 

Literaturverzeichnis

BRÄMER, R.:  Varianten der Naturentfremdung. Auf dem Weg zu einer neuen Naturreligion? (2002) Online im WWW unter URL: http://staff-www.uni-marburg.de/~braemer/hanref2.htm [Stand 14.02.2012]

KALFF, M.: Handbuch zur Natur- und Umweltpädagogik: Theoretische Grundlegung und praktische Anleitungen für ein tieferes Mitweltverständnis, Tuningen, Ulmer,2013.

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